Du fühlst dich kaputt und antriebslos, weißt aber nicht warum? Chronische Müdigkeit zeigt an das im Körper etwas nicht stimmt. Höchste Zeit der Sache auf den Grund zu gehen.

 

In den meisten Fällen kennen wir die Ursache warum wir müde sind: zu wenig Schlaf. Doch auch wer ausreichend schläft, hat oft mit Abgeschlagenheit zu kämpfen. Dabei ist Müdigkeit überle-bensnotwendig. Als eine Art Schutzmechanismus bewahrt es un-seren Körper vor Überforderung – körperlich oder geistig. Der Hauptgrund für Müdigkeit ist Schlafmangel. Doch es gibt noch ein anderes Müdesein. Eines, das immer da ist, auch wenn wir genug geschlafen haben. Diese Müdigkeit ist ein Symptom dafür, dass ir-gendetwas nicht stimmt.

 

Anzeichen für chronische Müdigkeit
• Du bist immer müde (Die Müdigkeit ist nicht nur abends sondern auch tagsüber)
• das Müdesein belastet den Alltag
• Leistungsabfall
• Konzentrationsschwäche
• nächtliches Schwitzen
• Kopfschmerzen
• ständige Infekte und schlechtes Immunsystem
• Zähneknirschen
• Du bist lichtempfindlich
• Du hast ständiges Verlangen nach salzigem Essen
• Muskelschmerzen
• Beim Aufstehen wird dir schwummrig oder schwarz vor Augen

Falls zwei oder mehrere Punkte auf dich zutreffen, könnte es sein dass du am Chronic Fatigue Syndrom leidest. 

 

Hier sind mögliche Gründe für deine Müdigkeit: 

Du trinkst nicht genug Wasser
Der Körper besteht zu einem Großteil aus Wasser, wenn er zu we-nig Flüssigkeit bekommt, kann das große Erschöpfung auslösen. Es kommt zu geistigen und körperlichen Leistungseinbußen und das bereits bei einem Flüssigkeitsverlust von zwei Prozent. Auch Kopfschmerzen und Konzentrationsschwäche sind Indizien für eine Dehydration. Wer Durst empfindet, hat bereits zu wenig Flüssigkeit im Körper. Deshalb sollte man über den Tag verteilt mindestens eineinhalb Liter Wasser trinken.

Du machst nicht genug Sport
Wer sich zu wenig bewegt, weil er zu erschöpft ist, macht einen großen Fehler: Denn Bewegung kurbelt den Kreislauf an und sorgt für mehr Energie, Kraft und Ausdauer. Wer ständig nur im Büro sitzt und abends auf der Couch liegt, fühlt sich also eher müde als jemand, der regelmäßig Sport treibt. In einer Studie begannen im Sitzen arbeitende Personen damit, drei Mal in der Woche für zwan-zig Minuten, Sport zu machen. Nach sechs Wochen fühlten sie sich weniger müde und energiegeladener.

Du ernährst dich ungesund
Wer sich hauptsächlich von Zucker und Fertigprodukten ernährt, darf sich nicht wundern wenn der Körper ständig erschöpft ist. Be-sonders Zucker führt zu einer regelrechten Blutzucker-Achterbahn. Die Folge: Leistungsabfall und Stimmungsschwankungen. Ein ausgeglichener Speiseplan sorgt dafür, dass der Blutzucker im Rahmen bleibt und verhindert das träge Gefühl, das beim Absin-ken des Blutzuckers entsteht. Wichtig ist deshalb, sich ausgewo-gen zu ernähren und möglichst viel Gemüse, Obst in die Ernäh-rung einzubauen. Kleine und regelmäßige Mahlzeiten bzw. gesun-de Snacks zwischendurch sorgen für langanhaltende Energie.

Allergien und Unverträglichkeiten
Allergien gegen Nahrungsmittel aber auch gegen Pollen bedeuten Stress für den Körper und rauben ihm viel Energie (besonders wenn sie unentdeckt bleiben). Das gilt auch für Unverträglichkei-ten. Wenn sich die Müdigkeit nach Mahlzeiten erhöht, könnte eine Unverträglichkeit oder Allergie Ursache sein. Ein Allergietest bzw. Tests für mögliche Nahrungsmittelintoleranzen verschafft Klarheit. Wird das Nahrungsmittel weggelassen, lässt in der Folge auch die Müdigkeit nach.

Vitaminmangel
Wer nicht nur müde, sondern auch gereizt und unkonzentriert ist, leidet möglicherweise an einem Vitaminmangel. Ein Eisen-, Vita-min B-, Vitamin C- oder Magnesiummangel kann zu Erschöpfung, Müdigkeit, Schwäche und Reizbarkeit führen. Gegensteuern kann man mit dunkelgrünem Gemüse, Bananen, Vollkornprodukten, magerem Rindfleisch, Kidneybohnen, Tofu oder Nüssen. Einen Verdacht auf Vitaminmangel sollte man aber immer bei einem Arzt abklären lassen.

Stress
Noch nie war der Mensch so vielen Reizen ausgesetzt wie heute. Stress ist einer der Hauptgründe für ständige Müdigkeit, da die an-dauernde Belastung zu einer Erschöpfung der Nebennieren führt. Die Nebennieren unterstützen den Körper bei der Bewältigung von Gefahren- oder Stresssituationen. In Stresssituationen wird Adre-nalin und Cortisol ausgeschüttet, geschieht das für längere Zeit, entsteht ein unglaublicher Raubbau im Körper. Stress ist leider heutzutage wie ein Statussymbol das für den Körper ein Dauerzu-stand am Limit bedeutet welches bis zum Burnout führen kann.

Entspannungstechniken
Die natürliche Fähigkeit sich zu entspannen, haben viele Men-schen mittlerweile unbewusst verlernt. Sie sind auch im Ruhezu-stand innerlich getrieben, überreizt, angespannt oder erschöpft. Das Erlernen und regelmäßiges Anwenden einer Entspannungs-technik gibt dir mehr Ruhe und Gelassenheit und ist nachweislich wirksam gegen Stress. Wichtig ist nur, eine Methode zu finden, die zu einem passt und die man gerne macht. Egal ob Yoga, Atem-übungen, Autogenes Training, Meditation, Progressive Muskelent-spannung - nimm dir Zeit und probiere einfach mal aus