Ohne deine tägliche Dosis Schoki, Kekse oder Cola geht gar nichts? Dann bist du vielleicht ein Zucker-Junky! Laut einer Studie macht Zucker nicht nur dick, sondern auch extrem abhängig - ähnlich wie Kokain. Wir zeigen dir wie du deine Zuckersucht besiegst!

 

Schokolade macht zwar glücklich, aber nur kurzfristig, denn die Langzeitfolgen sind alles andere als positiv: Übergewicht, chronische Müdigkeit, Kopfschmerzen, Heißhungerattacken, unreine Haut, Akne, Diabetes, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, Depressionen und Nährstoffmangel sind nur einige von vielen „Nebenwirkungen“ die Zucker mit sich bringen kann. Wenn du dich endgültig vom Zucker verabschieden möchtest, dann können dir diese Tipps behilflich sein:

Mach dein Haus zuckerfrei!
Aus den Augen, aus dem Sinn: Wenn keine Kekse im Haus sind, kann man sie auch nicht essen - logisch. Bevor man also mit der Zucker-Entwöhnung beginnt, sollte man zuerst alle Zuckerquellen eliminieren und sämtliche Vorräte an Verwandte, Freunde oder die Nachbarskinder verschenken.

Zuckerfallen enttarnen
Wichtig für die zukünftige Einkaufsliste: Egal ob im Salatdressing, Brot, Joghurt, Toast, Müsli, in Soßen, Ketchup oder Fertigsuppen - überall ist Zucker versteckt. Also, ab sofort die Rückseite mit den Inhaltsstoffen checken!

Stress vermeiden
Wer kennt es nicht, bei Stress in der Arbeit greift man schnell mal zur nervenberuhigenden Schoki. Ein Teufelskreis, denn Stress verursacht hormonelle Veränderungen im Körper und durch den erhöhten Cortisolspiegel steigt der Appetit auf fettige und süße Lebensmittel. Zugleich wird auch die Fettspeicherung am Bauch durch die vermehrte Ausschüttung von Cortisol erhöht. Entspannungsübungen, Yoga oder Meditation können helfen, die Stresshormone im Körper zu senken und somit auch Heißhunger auf Süßes vermindern.

Ausreichend schlafen
Schlafmangel hat starken Einfluss auf unseren Appetit. Schlafen wir zu wenig, steigt unser Energiebedarf und das Hunger-Hormon Ghrelin wird verstärkt ausgeschüttet. Die Folge: Heißhunger auf Zucker und Kohlenhydrate, da diese die schnellsten Energielieferanten sind. Außerdem geht der Körper in einen Fettspeichermodus anstatt eines Fettverbrennungsmodus. Schlafen wir ausreichend, steigt das Sättigungshormon Leptin und wir haben automatisch weniger Hunger. Um den Körper einfacher vom Zucker zu entwöhnen und die Fettverbrennung zu unterstützen, solltest du pro Nacht mindestens 7 bis 8 Stunden schlafen.

Nährstoff-Booster
Zucker ist ein regelrechter Nährstoffräuber. Deshalb ist es während der Zucker-Entwöhnung besonders wichtig, dass du deinen Körper gut mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgst. Das heißt: viel Gemüse und Obst, wenn möglich selber kochen und einfache Kohlenhydraten (wie Pasta, weißer Reis, Weißbrot) vermeiden. Denn die steigern nur zusätzlich dein Verlangen nach Kohlenhydraten bzw. Zucker.

Kaugummi kauen & Zähne putzen
Einfach aber wirkungsvoll: Sobald Heißhunger auf Süßes aufkommt, bietet ein zuckerfreier Kaugummi schnelle Hilfe. Kaugummi regt den Speichelfluss an und hilft die Geschmacksnerven zu neutralisieren. Durch den frischen Minze-Geschmack wird der Heißhunger automatisch gedämpft. Das funktioniert auch mit Zähne putzen: Abends vor dem Fernseher greift man gerne zu Süßigkeiten, dem kann man entgegenwirken, indem man sich vorher einfach die Zähne putzt.

Regelmäßig essen
Wenn zu lange Pausen zwischen den Mahlzeiten entstehen, kann es sein dass der Blutzucker in den Keller rasselt und wir eine Heißhungerattacke bekommen. Dann fordert der Körper schnell Energie, in Form von Zucker. Um diesen Kontrollverlust zu vermeiden, solltest du darauf achten regelmäßig zu essen. Optimal sind drei große und zwei kleine Mahlzeiten pro Tag, so bleibt der Blutzuckerspiegel konstant.

Gesunde Alternativen finden
Nur weil du keinen raffinierten Zucker mehr isst, heißt das noch lange nicht dass du völlig auf Süßes verzichten musst. Ab und zu darf und sollte man sich schon etwas gönnen. Vor allem wenn es so leckere und gesunde Alternativen gibt. Probier’s doch einfach mal mit Bitterschokolade (mind. 70% Kakaoanteil), Datteln, Trockenfrüchte, Honig, Stevia, Birkenzucker, frische Früchte, Mandelmus oder Erdnussbutter.

Viel Wasser trinken
Viele Menschen verwechseln Hunger oft mit Durst. Daher immer erst ein großes Glas Wasser trinken, bevor du etwas isst. Und sämtliche Limonaden, Energy Drinks und Fruchtsäfte gegen Wasser eintauschen. Ideal sind zwei Liter ungesüßter Tee oder reines Wasser am Tag. Dann ist der Körper optimal versorgt und weniger anfällig für Heißhungerattacken.

Sport und Bewegung
Sport lenkt nicht nur ab und verbrennt Fett, sondern setzt auch Glücksgefühle frei, die man sonst durch den Zucker bekommt. Doch es muss nicht immer ein zweistündiges Workout sein, auch kurzfristigen Heißhunger kann man mit einfacher Bewegung (wie einem Spaziergang an der frischen Luft) gut vertreiben.

Langeweile vermeiden
Oft naschen wir nur aus Langeweile, Frust oder Einsamkeit. Wer beschäftigt ist kommt nicht auf dumme Gedanken und greift weniger oft zu Süßem. Deshalb: Langeweile vermeiden! Freunde treffen, Shoppen gehen, im Garten arbeiten, neue Hobbies finden, das Leben genießen. Ersetze den Zucker mit Aktivitäten die dir Spaß machen, anstatt dir dein Leben nur mit Essen zu versüßen.

Geduldig bleiben
Um ehrlich zu sein, die erste Woche wird besonders hart. Bei vielen Personen kommt es zu Kopfschmerzen, Müdigkeit, übler Laune, Reizbarkeit oder depressiver Verstimmung. Das sind die klassischen Entzugserscheinungen. Jedoch keine Angst, nach dem 5. Tag geht es steil bergauf und plötzlich drehen sich alle negativen Symptome in positive. Freu dich auf unbändige Energie, reine Haut, erholsamer Schlaf, Glücksgefühle, und hohe Leistungsfähigkeit.