Viele kennen das Problem: Nach dem Essen sieht man plötzlich aus wie im 3. Monat, der Bauch wölbt sich und tut weh. Es entsteht der so genannte Blähbauch. Wir erklären, wie es überhaupt dazu kommt und was du dagegen tun kannst.

 

Ständige Blähungen nach dem Essen sind nicht nur äußerst unangenehm, sondern auch ein Signal des Körpers, das etwas nicht in Ordnung ist. Blähungen weisen auf ein Ungleichgewicht im Verdauungssystem hin. Daher sollten Blähungen mit der nötigen Aufmerksamkeit behandelt werden.

 

#1 Unverträglichkeiten
Blähungen können auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit hinweisen, wie z. B. eine Fructose-, Lactose-, Histamin- oder Glutenintoleranz. Diese Unverträglichkeiten bzw. Intoleranzen können bei einem Arzt (mit Hilfe eines Bluttests) relativ schnell überprüft bzw. ausgeschlossen werden.

 

#2 Auf die Ernährung achten
Es muss jedoch nicht immer eine Unverträglichkeit sein. Es gibt auch eine Reihe von Getränken und Lebensmitteln, die von vielen Menschen einfach schlecht vertragen werden und für einen Blähbauch sorgen. Eher meiden sollte man deshalb bei empfindlichem Bauch: Getränke mit Kohlensäure, sehr fettige, salzige und sehr süße Speisen, Fast Food, Fertiggerichte, Frittiertes und auch künstliche Süßstoffe wie z. B. Aspartam, Sorbit, Maltit und Xylit. Diese können ebenso zu heftigen Blähungen führen. Zuckeraustauschstoffe sind vor allem in Diätcola, Kaugummis und in vielen Hustenbonbons enthalten. Aber auch gesunde Lebensmittel können zu einem Blähbauch führen wie: Kohl, Brokkoli, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Zwiebeln, Vollkornbrot und Steinobst können bei vielen Menschen einen Blähbauch verursachen. Lebensmittel mit Magnesium und Kalium hingegen sind für die Verdauung äußerst wohltuend, wie z.B. grünes Blattgemüse in jeglicher Form, Avocado, Papayas, Quinoa, Bananen, Mangos und Tomaten.

 

#3 Langsam kauen
Gase werden gebildet wenn der Darm bestimmte Lebensmittel nicht richtig verdauen kann. Wenn du deine Mahlzeiten zu schnell hinunterschlingst, machst du es deinem Darm nur unnötig schwer. Die Verdauung beginnt bereits im Mund, versuche deshalb langsamer zu kauen. Außerdem: Ständiges Kaugummikauen sorgt ebenfalls für Blähungen, da beim Kauen Luft geschluckt wird und dadurch Gase entstehen.

 

#4 Fenchel
Fencheltee ist ein altbewährtes Hausmittel gegen Bauchweh und Blähungen (vor allem für Säuglinge und Kleinkinder). Fenchel enthält viele verschiedene Wirkstoffe, unter anderem Fenchon und Anethol. Diese lindern Blähungen und Krämpfe, fördern die Verdauung und hemmen Entzündungen. Einfach ein paar Fenchelsamen direkt kauen oder etwas Fencheltee trinken.

 

#5 Pfefferminze
Pfefferminze enthält Menthol, welches entkrampfend wirkt und den Verdauungstrakt entspannt. Regelmäßig nach dem Essen etwas Pfefferminztee trinken hilft effektiv gegen das Unwohlsein.

 

#6 Löwenzahn
Löwenzahn ist ein natürliches Diuretikum, wirkt entkrampfend, und fördert die Verdauung. Löwenzahntee wirkt ebenfalls äußert effektiv gegen Blähungen.

 

#7 Anis
Dieses Gewürz löst Krämpfe und gilt deshalb traditionell als Heilmittel gegen Blähungen. Verwendet werden die Anisfrüchte, die wie Samen aussehen. Sie enthalten Anisöl mit dem Wirkstoff Anethol. Anis soll die Drüsen im Magen anregen, mehr Magensaft zu produzieren, und so die Verdauung fördern.

 

#8 Ingwer
Zwei hervorragende Möglichkeiten, um Blähungen zu verhindern, sind das Trinken von Ingwertee und der Verzehr von frischer Ingwerwurzel. Einfach klein hacken und in die Mahlzeiten mischen bzw. mitkochen oder frisch mit heißem Wasser aufbrühen.

 

#9 Bewegung
Egal ob bei einem Spaziergang, beim Radfahren oder Laufen, durch Bewegung wird die Verdauung angeregt. Neben Sport ist aber auch Alltagsbewegung von Vorteil. Versuche deshalb auch bewusst nach dem Essen eine Runde um den Block zu spazieren, Treppen zu steigen oder zu Fuß in die Arbeit zu gehen.

 

#10 Massage
Eine Selbstmassage kann wahre Wunder bewirken und hilft dem Darm wieder in Schwung zu kommen. Lege dich auf den Rücken und massiere deine Magen-Darm-Gegend in kreisenden Bewegungen. Auch sehr hilfreich ist das sogenannte Trockenbürsten. Hier werden nämlich feine Nervenenden stimuliert, welche auch den Darm erreichen.